Daily China

Alles rund ums Reich der Mitte

Webschau – Küssen verboten, ein euramerikanischer Präsident und neue Schriftzeichen

November16

China hat es auch in den letzten Wochen einige Male und aus verschiedensten Anlässen in die Schlagzeilen geschafft hat, ich aber konnte nicht wirklich Schritt halten und muss deswegen verspätet zu einem Rundumschlag ausholen. Nicht wundern also über die Mischung aus neuen Schriftzeichen für die Mauer und Obama, Entwicklungshilfe von und für China und die Great (Fire)Wall.

  • Fangen wir umgekehrt chronologisch an: der Weltpräsident-in-spe begibt sich ins Reich der Mitte, um auch dort mit seinem Charme zu überzeugen. Anders kann man sich nicht erklären, dass er unbedingt auf einer “Town-Hall” mit chinesischen Studenten bestanden hat, über deren (Un)Sinn man nach der Lektüre des Life-Blogs von WSJ sicher besser urteilen kann. Vielleicht wollte er auch nur die neue Schreibweise seines Namens weiter verbreiten? Diese wird von Chinayouren ganz eigen interpretiert – der EU-Präsidentschaftsposten ist damit schon mal vergeben. Derweil streitet man sich hierzulande, ob Obama die Menschenrechte in China nun vorantreibt (Zitat aus der Welt Online: “Wang Lizhong [Ehemann der tibetischen Autorin und Aktivistin Tsering Woeser] ist wieder zu Hause. Das hat er dem amerikanischen Präsidenten Barack Obama zu verdanken.”) oder zurückwirft (Zitat aus der Zeit: “Die chinesische Polizei hat mehrere Bürgerrechtler wegen des Besuches von US-Präsident Barack Obama festgenommen oder unter Hausarrest gestellt.”).
  • 2009 ist wirklich das Jahr der Jahrestage und die sind für die KP nicht immer so angenehm wie der 60. Geburtstag der VR. Der 9.11. war so ein heikler Tag – die gemischten Gefühlen werden hier vom Peking-Korrespondenten der  FAZ gut analysiert. Mehr dazu in der Zusammenstellung von The China Beat.
  • Wo wir schon beim Mauerfall sind: mir ist es nicht ja während der Feierlichkeiten nicht aufgefallen, aber Fool’s Moutain hat einen der Berliner Domino-Steine genauer unter die Lupe genommen und erklärt bei dieser Gelegenheit, was es mit der Neuen Englischen Kalligraphie auf sich hat. Wer darauf Lust bekommen hat: es gibt auch eine Computer-Schriftart, die die Sinifizierung europäischer Worte im Kleinen nachvollzieht.
  • “Eine Weltraumnation braucht doch keine Entwicklungshilfe” – selbst in relativ gebildeten Kreisen scheint sich bei uns niemand die Mühe gemacht zu haben, hinter die Ankündigung des neuen Entwicklungsministers Niebel, der die “Entwicklungshilfe” für China streichen will, zu gucken. Nur dumm, dass er ja eigentlich Vorstand des Ministeriums für Entwicklung und Zusammenarbeit ist und das Budget, das er so gerne einsparen will, für letzteres und schon lange nicht mehr für ersteres geplant ist. Wer also über BILD-Niveau hinauskommen und die Hintergründe verstehen will, sollte diesen Kommentar aus der Welt Online lesen und gleich hinterher einen Bericht auf Spiegel Online über die gigantischen Aufstockungen, die China im Bereich alternativer Energien macht. Danach können wir ja dann weiterdiskutieren …
  • Eine Weltraumnation kann aber Entwicklungshilfe geben – und dabei trotzdem sorgfältig darauf achten, die Ausweitung ihres Interessenssphäre nicht zu deutlich zu machen. So lehnt Premier Wen Jiabao ein sog. Peking-Modell für die wirtschaftliche Entwicklung ab.
  • Let’s come to something completely different: die BBC berichtete vor einiger Zeit, dass auf chinesischen Universitäten Anstandswauwaus patroullieren, die Pärchen vor Küssen und anderen Dummheiten abhalten sollen. Ich gehe jetzt mal von meiner persönlichen Erfahrung aus: als ich an der Universität Nanjing war, hatte ich keinerlei Probleme, meinen Freund auf dem Campus zu küssen. Als ich aber noch im schönen Bayern zur Schule ging, wurde ich kurz vor meinem Abitur (da war ich schon volljährig …) von einem Lehrer dumm angemacht, weil ich mit meinem Freund während einer Freistunde in einer abgelegenen Ecke des Sportplatzes in der Sonne lag. Zugegebenermaßen, an der Uni wäre das undenkbar. Aber chinesische Studenten sind ja auch viel jünger als deutsche.
  • Und last but not least: Tiere an die Macht! Meine speziellen Freunde, die Pandabären, sollen für Vereinigung zwischen Taiwan und dem Festland sorgen. Möglichst schnell bitte. Nur blöd, wenn Frau Panda nur einmal im Jahr einen Eisprung hat (kannte Darwin eigentlich Pandabären? Oder dreht er sich grade im Grabe rum, weil eine so lebensuntaugliche Spezies seine tolle Theorie ad absurdum führt?).

China Newbies – 中秋节 – Mondfest

Oktober5

Besser spät als nie: 祝你们中秋节快乐!Frohes Mondfest!

Tatsächlich war dieses Fest nämlich schon am Samstag. Wie bereits in meinem Post über chinesische Feiertage geschrieben, ändert sich nach unserem Kalender jedes Jahr das Datum. Man feiert an diesem Tag den besonders runden Herbst-Vollmond – am besten im Kreis der Familie, damit diese auch so rund wie der Mond ist. Rund sind auch die Mondkuchen (月饼 yuè bǐng), die traditionellerweise verschenkt (und manchmal auch gegessen werden): kleine Gebäckstücke, die mit einer süßen Füllung aus Frucht- oder Bohnenpaste gefüllt sind. Ein weiterer wichtiger Bestandteil sind Laternen (bei welchem chinesischen Fest kommen die eigentlich nicht vor?), die Kinder selbst basteln (oft in Hasenform) oder die an öffentlichen Plätzen ausgestellt werden – siehe dazu diese hübschen Fotos von ChinaDaily, die in mir glatt Heimweh nach chinesischer Lichterpracht aufkommen lassen …

Schwarze Teufelchen und grüne Mützen – und was das Internet wirklich über die chinesischen Meinung verrät

September16

Schon seit ich vor einigen Wochen auf ChinaSmack von dem Fall von Lou Jing gelesen hatte, wollte ich einen Artikel über Rassismus in China schreiben – und just heute stolperte ich über einen Beitrag zu genau diesem Thema bei Chinayouren. Und dass ich mit diesem nicht so sehr übereinstimmen, spornt mich erst recht an, endlich meinen Post in Angriff zu nehmen.

Zur Ausgangssituation: Lou Jing, Teilnehmerin bei einer chinesischen Fernsehshow, ist Chinesin – sie ist in Shanghai geboren und aufgewachsen und hat eine chinesische Mutter. Ihr Vater war allerdings schwarz. UND sie ist ein uneheliches Kind. Diese Vorgeschichte hat nun dann dazu geführt, dass sie sich im Internet wüsten Beschimpfungen ausgesetzt sieht. Ich persönlich finde sie ja ganz hübsch, während chinesische Kommentare sie als “Zebra” oder schlichtweg “häßlich” bezeichnen. Natürlich drängt sich einem hier der Gedanke an Rassismus auf und zweifelsohne, Chinesen sind rassistisch. Der Artikel auf Chinayouren kommt zwar zu dem Schluss:

Meiner Erfahrung ist China im Wesentlichen nicht rassistischer als andere Länder auch – was immer noch genug ist.

Aber nach meiner Erfahrung stimmt das nicht. Chinesen haben ein sehr klar definiertes Rassenbild, das sich, anders als bei uns, durch alle Bevölkerungsschichten hindurchzieht. Ganz oben steht, wie könnte es anders sein, das chinesische Volk. Han-Chinesen, wohlgemerkt. Westler nehmen einen Sonderstatus ein – einerseits sind sie natürlich auch nur Barbaren und ausländische Teufel. Andererseits sind sie auch irgendwie witzig und manchmal sogar nachahmenswert. Andere asiatische Völker sind den Chinesen ganz klar unterlegen und kommen auf Stufe drei. Darunter haben wir dann Araber und Inder. Und ganz ganz unten kommen die Afrikaner oder Schwarze im Allgemeinen (denn wie auch aus den Kommentaren zu Lou Jing deutlich wurde, wird zwischen Afro-Amerikanern und Afrikanern kein Unterschied gemacht). Wie gesagt, dieses Bild haben fast alle Chinesen irgendwo im Hinterkopf. Manch einer mag nun, so wie auf Chinayouren, ausrufen, dass wir im Westen nur zu feige sind, solche Dinge auszusprechen und wir zwar politisch korrekt in unseren Äußerungen, aber nicht in unseren Ansichten sind. Ich denke aber, dass der Unterschied darin liegt, dass wir vielleicht sagen “Afrikaner sind faul”, aber in der Tiefe unseres Herzens wissen, dass das eine haltlose Verallgemeinerung von Einzelfällen ist, und uns, wenn wir wirklich jemanden aus Afrika kennenlernen, auch schnell vom Gegenteil überzeugen lassen. Bei Chinesen scheint mir dagegen die Schwelle, die eigenen Vorurteile zu überwinden, sehr viel höher zu sein. Ich bin mir sicher, dass die vielen afrikanischen Austauschstudenten, die ihr gesamtes Studium in China absolvieren (Medizin und solche Scherze! Denen gilt mein echter Respekt.), davon ein Lied singen könnten. Und die extrem sexistischen Kommentare zu diesem schwarz-chinesischen Paar , das in der Shanghaier U-Bahn fotografiert wurde und bei uns nun wirklich kein Aufsehen erregen würde, zeigen das ebenfalls sehr deutlich.

Aber bei dem Fall von Lou Jing spielt noch etwas ganz Anderes mit. In vielen der Kommentare, zumindest denen auf ChinaSmack, wurde nämlich gar nicht Lou Jing, sondern ihre Mutter beschimpft. Weil sie mit einem Schwarzen geschlafen hatte und somit die chinesischen Rasse in Verruf gebracht? Auch. Wäre der Mann Europäer gewesen, hätte das wahrscheinlich weniger Reaktionen hervorgerufen. Aber vor allem wurde sie beschimpft, weil sie  ihren chinesischen Mann betrogen hat. Welchen Hass nämlich die grüne Mütze (给谁带绿帽子= jmd. die grüne Mütze aufsetzen = jdn. außerehelich betrügen) bei chinesischen Männern hervorruft, wurde mir erst durch diesen Beitrag bei ChinaSmack klar. Darin geht es um ein Mädchen, das von ihrem Verlobten auf offener Straße auf übelste Weise geschlagen und verprügelt wurde, weil sie von einem anderen schwanger war. Ich bin wahrlich kein Verfechter von Beziehungen mit mehr als zwei Beteiligten, aber das da ist einfach brutale Gewalt und auf KEINE Weise zu entschuldigen. Ich möchte auch hier nicht den Eindruck aufkommen lassen, dass alle chinesischen Männer so wären, Gott bewahre. Das war ein Einzelfall. Aber es ist auch nicht so, dass chinesische Männer die reinsten Engel wären (über die Beschwerden von chinesischen Ehefrauen gibt es übrigens hier eine interessante Serie). Ob nun Massagesalons oder gleich eine Zweitfrau in der Stadt – Ehebrüche von männlicher Seite aus sind keine Seltenheit in China. Aber wenn es dann mal umgekehrt passiert, wird gleich mit den Mitteln eines Mannes der Wut Luft verschafft, wie? Zumindest den Kommentaren bei ChinaSmack nach. Denn da erklärt ungefähr die Hälfte (wahrscheinlich die männliche), dass sie in einem solchen Fall ähnlich handeln würde oder den Typen zumindest verstehen kann.

Was uns aber zu noch einem Punkt bringt: es handelt sich hier nur um mehr oder weniger anonyme Kommentare auf einer x-beliebigen Internetseite. Zum einen schreibt man etwas viel schneller, als man dann es dann nachher auch wirklich tun würde. Und zum anderen ist diese Handvoll an Meinungen natürlich nie und nimmer repräsentativ für die gesamte Bevölkerung dieses so diversen Landes. Internetnutzer sind in jedem Land eine recht homogene Gruppe und dies gilt besonders in China, wo trotz aller Fortschritte in den letzten Jahren nur eine beschränkte Minderheit wirklich Internetzugang hat. Nichtsdestotrotz können diese Kommentare trotzdem bestimmte Strömungen widergeben. Ich hätte mit solchen Meinungen einfach überhaupt nicht gerechnet und ich bin mir ziemlich sicher, dass man sich in einer deutschen Internetcommunity auch schwer tun würde, solche Kommentare in einer doch recht großen Anzahl zu finden. Ich meine, er hat ihr nicht nur mal eben eine Backpfeife gegeben …

Nochmals und zum Mitschreiben: ich glaube nicht, dass alle Chinesen oder auch nur eine Mehrheit so denken und schon gar nicht so handeln. Aber die Tatsache, dass es überhaupt Leute gibt, die sich so äußern, zeigt [Achtung! Platitüde! Aber es überrascht mich einfach immer noch], dass die kulturellen Unterschiede zwischen jungen Deutschen und jungen Chinesen trotz Coca-Cola, McDonald’s und Michael Jackson immer noch immens sind. Und wahrscheinlich auch bleiben werden. Nicht, dass das etwas Schlechtes ist. Es heißt nur, dass noch viel interkultureller Dialog angesagt ist, bevor man sich auch nur ansatzweise gegenseitig versteht. Und wenn ich gerade keinen realen Gesprächspartner zur Verfügung habe, lese ich eben ChinaSmack. Und werde euch wieder mitteilen, wenn ich etwas Neues herausgefunden habe :-) .

Was wir aus den Xinjiang-Vorfällen lernen können

September9

Seit den Vorfällen in Xinjiang wurde viel zum Konflikt zwischen Uiguren und Han-Chinesen geschrieben und weil darunter auch viel Schlechtes war, habe ich nach einer Weile um dieses Thema einen großen Bogen gemacht. Vor ein paar Tagen bin ich allerdings auf einen Artikel gestoßen, dessen Schlussfolgerungen ich voll und ganz zustimme, weil es dem entspricht, was ich in der letzten Zeit in Diskussionen mit chinesischen Freunden herausgefunden habe.

Der Autor, ein in Shanghai lebender Ausländer, kommt zu dem Schluss, dass der Konflikt zwischen Uiguren und Han-Chinesen hauptsächlich auf Missverständnissen beruht. Während Han-Chinesen durch die Berichterstattung der regierungsgesteuerten Medien vermittelt wird, dass man alles tun würde, um den Minderheiten entgegenzukommen (vereinfachter Zutritt zu Universitäten, Lockerung der Ein-Kind-Politik, besondere Nachsicht bei Straftaten), wird dort geflissentlich übergangen, wie der Alltag für Uiguren aussieht: der Schulunterricht findet ausschließlich auf Mandarin statt (was ihn unglaublich erschwert, wenn man aus einer anderssprachigen Familie kommt), Besuche in der Moschee sind erst ab 18 gestattet, zahlreiche alte Viertel werden abgerissen. Natürlich haben die beiden letzten Punkte nichts mit der ethnischen Zugehörigkeit zu tun, sondern treffen in vielen Fällen alle chinesischen Staatsbürger als Folge der Missachtung der MR durch die Zentralregierung. Aber Menschen pauschalisieren nun einmal gerne und da die Berichterstattung in diesem Bereich nicht gerade offen ist, kann man verstehen, dass sich die Uiguren als Diskriminierungsopfer sehen. Umgekehrt halten dann eben die Han-Chinesen die Uiguren für undankbar und so kommt man in einen Teufelskreis, der nur schwer zu durchbrechen ist.

Die wichtigste Maßnahme wäre demnach, das Verständnis zwischen den verschiedenen Völkern Chinas durch mehr als bloße Stereotypen-Wiedergabe zu fördern. Das allerdings ist ein Mammut-Projekt, denn nichts hält sich so gut wie ein ordentliches Vorurteil – besonders, wenn es zu solch schwerwiegenden Vorfällen kommt, wo jeder gleich dabei ist, dem Anderen die Schuld zu geben. Außerdem erscheint mir das Engagement der Zentralregierung in diesem Punkt eher zweifelhaft, immerhin müsste man da gegenüber Uiguren zugeben, dass man auch anderswo in China Fehler macht – nicht gerade die Stärke der “aufgeklärten Autokratie” in Peking.

Lessons from Xinjiang: The Deep Roots | CHINAYOUREN.

Olympia 2008, die Expo 2010 … bei mir hat aber alles schon viel früher angefangen. Ich habe in der Schule Chinesisch gelernt, weil ich mal etwas Anderes machen wollte und weil ich Asien schon immer interessant fand. Sehr schnell wurde ich sehr sinophil und nach meinem ersten Sprachkurs in Shanghai im Sommer 2004 war mir klar, dass ich zurück will in dieses faszinierende Land – dann aber für länger. 2006 ging mein Traum dann in Erfüllung – für zwei Semester habe ich an der Universität Nanjing Chinesisch studiert, Erhu gelernt, chinesische Freunde gefunden, mich manchmal über den Alltag aufgeregt und bin natürlich im ganzen Land unterwegs gewesen. Meine Erfahrungen – vom Bewerbungsprozess für das China-Programm der Studienstiftung bis hin zu Reiseberichten – habe ich hier (wenn auch nicht immer regelmäßig) niedergeschrieben. Aber damit endet die Geschichte nicht: letztes Jahr war ich während der olympischen Spiele wieder in China und von März bis Mai diesen Jahres habe ich ein zweimonatiges Laborpraktikum in Peking gemacht. Und von 2010 bis 2011 habe ich im eisigkalten Harbin studiert.

Die meisten meiner Kategorien sind selbsterklärend, hier ein paar Hinweise für die übrigen:

Wenn ihr irgendwelche Fragen oder Anmerkungen habt, einfach kommentieren! Ich antworte bestimmt :-) .


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