Daily China

Alles rund ums Reich der Mitte

Gezwitschere vom 2010-02-28

Februar28
  • The Myth of the Techno-Utopia – WSJ.com http://goo.gl/kVaJ Warum die neuen Medien vielleicht doch nicht das Ende autoritärer Regime bedeute #
  • Die 1000 einflussreichsten chin. Blogger http://is.gd/8Vg9Y #
  • Shanghai’s Bike Rental System Set to Transform City’s Biking Landscape http://goo.gl/6kAM Shanghai will noch vor der Expo ein Rad-Leihsy #
  • Tweet not tweet – Hu Jintao’s non-microblog http://goo.gl/xhmS Die ganze Wahrheit über Hu Jintao's Microblog. #
  • Chinesische Rechenkünste: Zwanzigeins schlägt einundzwanzig – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Wissenschaft http://goo.gl/etgL Warum Chinese #
  • Naps Can Seriously Improve All-Day Learning Abilities [Naps] http://goo.gl/Pz08 Für erlaubte Mittagsschläfchen im Labor #
  • Fokus – german.china.org.cn – Taten, nicht Worte, machen eine Kultur aus http://goo.gl/cCO9 Wieviel chinesische Kultur findet sich eigentli #
  • File Backup Software for Windows and Mac: Sugar Sync http://goo.gl/rone Alternative zu Dropbox? #
  • The true story of a soy sauce man http://goo.gl/NYN9 Doku über einen Geschäftsmann der Post-80-Generation #
  • Perfect Your Presentation by Kidnapping Random Slides http://goo.gl/DEIs Das nenne ich Präsentationsfähigkeiten #

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Gezwitschere vom 2010-02-21

Februar21

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Leslie T. Chang – “Factory Girls”

Februar21

Ein Land von Dissidenten und Wanderarbeitern – das dürfte so ziemlich das Bild sei, das der Durchschnitssdeutsche von China im Kopf hat. Während erstere in Wahrheit eine überaus kleine Minderheit darstellen, ist die Bevölkerung der Wanderarbeiter mit rund 200 Mio. zweifelsohne eine ernstzunehmende Kraft. Und weil schon allein der Begriff “Wanderarbeiter” so schön nach kapitalistisch-kommunistischer Ausbeutung klingt, finden sich trotz mangelnder Englisch-Kenntnisse der Betroffenen mit schöner Regelmäßigkeit Berichte über die unzumutbare Arbeitsbedingungen/Lohnverweigerung/ihr besch****ene Leben in ausländischen Medien. Hmpf. Mit Sicherheit gibt es eine Gruppe von Wanderarbeitern, deren Leben diesen Berichten entspricht. Aber sie stellen nicht unbedingt die Mehrheit dar, wie Leslie T. Changs gut recherchierte Reportage in Buchform “Factory Girls – From Village to City in a Changing China” zeigt.

Die Autorin ist US-Chinesin und hat mit diesem Buch nicht nur ihre Berichterstattung  für das WSJ weitergeführt, sondern auch versucht, die Geschichte ihrer eigenen Familie aufzuarbeiten. Während letzteres sehr langatmig ausfällt und sich wenig von anderen Familiensagas unterscheidet, sind ihre Beobachtungen über die Arbeiterinnen von Dongguan – der Fabrikstadt für “Made in China” in Südchina – äußerst informativ und verändern die Bilder, die man mit Wanderarbeitern assoziiert, ganz gewaltig. Über mehrere Jahre hinweg hat Leslie Chang einzelne Mädchen auf ihrem Lebensweg begleitet und es dabei geschafft, ein vollständiges Bild von ihren Lebensumständen, ihren Träumen und Wünschen, aber auch ihren Ängsten und Rückschlägen zu bekommen. Diese junge Frauen finden nicht, dass sie sich am Boden der Gesellschaft befinden und von der wirtschaftlichen Entwicklung als Abfallprodukt zurückgelassen werden. Ihr Leben ist hart, ihre Schichten lang, aber für sie stellt ihre Fließbandarbeit die willkomene Möglichkeit da, das triste Dorfleben hinter sich zu lassen und sich selbst zu entwickeln. Englischlernen ist das große Ziel, die Beförderung von der einfachen Arbeiterin zur Schreibkraft (notfalls auch mit gefälschten Zeugnissen) kann der Anfang eines ganz neuen Lebens sein. Der Lohn, so wenig es für uns auch sein mag, reicht, um den Mädchen Autorität innerhalb der Familie zu geben, zu bestimmen, wann ein Badezimmer gebaut wird und welches der jüngeren Geschwisterkinder weiter zur Schule gehen soll.

Jedes Kapitel ist einem anderen Lebensbereich gewidmet und überall unterlegt die Autorin harte Fakten mit Beispielen aus dem Leben ihrer “Schützlinge” und deren Umfeld. Für so viel gute Informationen nimmt man dann auch gerne Passagen über ein bisschen zu detailliert beschriebene Verwandtschaftsbesuche in Kauf.

Der Name Dongguan fällt immer mal wieder in Artikeln und Blogposts. Wer wissen will, was dahintersteckt, kommt um “Factory Girls” nicht herum. Nicht umsonst von der NY Times zu einem bemerkenswerten Buch erklärt worden.

ISBN: 978-0385520188

Zum Thema:

Video über die größte Shoppingmall der Welt, natürlich in Dongguan

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Deutsch-Chinesischer Studentendialog 2010

Februar17

Wie ihr ja bereits einem früheren Artikel entnehmen konntet, war ich letztes Jahr beim Abschlusssymposium des Deutsch-Chinesischen Studentendialogs 2009. Wirklich eine spannende Erfahrung mit vielen tollen Diskussionen, die ihr euch nicht entgehen lassen solltet! Zum Glück gibt es 2010 eine Neuauflage und nachdem ich diesmal ein bisschen am Marketing mitarbeite, möchte ich euch mit diesem Post auf den Essaywettbewerb hinweisen, der diesmal – ganz im Sinne der auf der Buchmesse von Prof. Thomas Heberer (der im letzten Jahr auch auf dem Abschlusssymposium war) aufgeworfenen Diskusson -  das Thema “Die Medien – Fluch oder Segen für die deutsch-chinesischen Beziehungen” trägt.

Kreative Köpfe gesucht: Start des II. Essaywettbewerbs für deutsche und chinesische Studierende

Studentisches Projekt sucht die besten Beiträge zum Thema „Die Medien – Fluch oder Segen für die deutsch-chinesischen Beziehungen?“; prominente Jury aus erfahrenen China-Kennern vergibt Preisgelder in Höhe von 1500 €.

Nach einer überaus erfolgreichen ersten Runde eröffnet sich für deutsche und chinesische Studenten ab dem 15. November wieder die Gelegenheit, am deutschlandweit einzigartigen deutsch-chinesischen Essaywettbewerb teilzunehmen. Bis Mitte März 2010 können die Beiträge zum Thema „Die Medien – Fluch oder Segen für die deutsch-chinesischen Beziehungen?“ eingereicht werden, die von prominenten, chinaerfahrenen Jurymitgliedern wie Jürgen Heraeus, Vorsitzender des Arbeitskreises China im Asien-Pazifik-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, FAZ-Redakteur in Peking Mark Siemons und Professor Dr. Thomas Heberer von der Universität Duisburg-Essen bewertet werden. Den vier Gewinnern (zwei Deutsche, zwei Chinesen) winken Preisgelder in Höhe von insgesamt 1500 € sowie die Einladung zu einem hochkarätigen Abschlusssymposium vom 10. – 12.Juni 2010 in Berlin.
Das ehrenamtliche Projekt des Studentenforums im Tönissteiner Kreis e.V. steht unter der Schirmherrschaft des Vorsitzenden der Deutsch-Chinesischen Parlamentariergruppe im Deutschen Bundestag, Johannes Pflug. Als Partner konnten die Volkswagen Group China, die Haniel Stiftung, die Dr. Wirth Gruppe sowie die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) gewonnen werden. Im Januar 2009 wurde das Projekt zudem mit dem hochdotierten „Tönissteiner Preis“ ausgezeichnet.
Der Essaywettbewerb ist Bestandteil des Deutsch-Chinesischen Studentendialoges, der im Juni 2007 in Berlin gegründet und nach 2009 nun im Juni 2010 bereits zum dritten Mal stattfinden wird. Bei jenen stets dreitägigen Begegnungsveranstaltungen kommen deutsche und chinesische Studierende mit der Zielsetzung zusammen, einen auf dem Gedanken der Völkerverständigung aufbauenden Dialog in Gang zu setzen.
Denn keine ausländische Studierendenschaft in Deutschland ist größer als die chinesische, und auch immer mehr deutsche Studierende verbringen Teile ihrer Studienzeit in China. Und doch verstreicht die einmalige Chance, kreative junge Köpfe zusammenzubringen und hieraus neue Ideen in politischen, wirtschaftlichen oder kulturellen Feldern entstehen zu lassen, zu häufig ungenutzt. Genau diesem Mangel möchte das Studentenforum im Tönissteiner Kreis mit seinem Deutsch-Chinesischen Essaywettbewerb begegnen.
Schirmherr Johannes Pflug: „Dieser bereits zum zweiten Mal stattfindende Essaywettbewerb ist ein weiterer Schritt zu einem besseren Austausch von jungen Menschen aus Deutschland und China und kann mithelfen, die Harmonie in den deutsch-chinesischen Beziehungen langfristig vertrauensvoll zu gestalten.“
Weitere Informationen zum Essaywettbewerb finden sich unter: www.studentendialog.de

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Gezwitschere vom 2010-02-14

Februar14

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