Daily China

Alles rund ums Reich der Mitte

Deutsch-Chinesischer Studentendialog 2010

Februar17

Wie ihr ja bereits einem früheren Artikel entnehmen konntet, war ich letztes Jahr beim Abschlusssymposium des Deutsch-Chinesischen Studentendialogs 2009. Wirklich eine spannende Erfahrung mit vielen tollen Diskussionen, die ihr euch nicht entgehen lassen solltet! Zum Glück gibt es 2010 eine Neuauflage und nachdem ich diesmal ein bisschen am Marketing mitarbeite, möchte ich euch mit diesem Post auf den Essaywettbewerb hinweisen, der diesmal – ganz im Sinne der auf der Buchmesse von Prof. Thomas Heberer (der im letzten Jahr auch auf dem Abschlusssymposium war) aufgeworfenen Diskusson -  das Thema “Die Medien – Fluch oder Segen für die deutsch-chinesischen Beziehungen” trägt.

Kreative Köpfe gesucht: Start des II. Essaywettbewerbs für deutsche und chinesische Studierende

Studentisches Projekt sucht die besten Beiträge zum Thema „Die Medien – Fluch oder Segen für die deutsch-chinesischen Beziehungen?“; prominente Jury aus erfahrenen China-Kennern vergibt Preisgelder in Höhe von 1500 €.

Nach einer überaus erfolgreichen ersten Runde eröffnet sich für deutsche und chinesische Studenten ab dem 15. November wieder die Gelegenheit, am deutschlandweit einzigartigen deutsch-chinesischen Essaywettbewerb teilzunehmen. Bis Mitte März 2010 können die Beiträge zum Thema „Die Medien – Fluch oder Segen für die deutsch-chinesischen Beziehungen?“ eingereicht werden, die von prominenten, chinaerfahrenen Jurymitgliedern wie Jürgen Heraeus, Vorsitzender des Arbeitskreises China im Asien-Pazifik-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, FAZ-Redakteur in Peking Mark Siemons und Professor Dr. Thomas Heberer von der Universität Duisburg-Essen bewertet werden. Den vier Gewinnern (zwei Deutsche, zwei Chinesen) winken Preisgelder in Höhe von insgesamt 1500 € sowie die Einladung zu einem hochkarätigen Abschlusssymposium vom 10. – 12.Juni 2010 in Berlin.
Das ehrenamtliche Projekt des Studentenforums im Tönissteiner Kreis e.V. steht unter der Schirmherrschaft des Vorsitzenden der Deutsch-Chinesischen Parlamentariergruppe im Deutschen Bundestag, Johannes Pflug. Als Partner konnten die Volkswagen Group China, die Haniel Stiftung, die Dr. Wirth Gruppe sowie die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) gewonnen werden. Im Januar 2009 wurde das Projekt zudem mit dem hochdotierten „Tönissteiner Preis“ ausgezeichnet.
Der Essaywettbewerb ist Bestandteil des Deutsch-Chinesischen Studentendialoges, der im Juni 2007 in Berlin gegründet und nach 2009 nun im Juni 2010 bereits zum dritten Mal stattfinden wird. Bei jenen stets dreitägigen Begegnungsveranstaltungen kommen deutsche und chinesische Studierende mit der Zielsetzung zusammen, einen auf dem Gedanken der Völkerverständigung aufbauenden Dialog in Gang zu setzen.
Denn keine ausländische Studierendenschaft in Deutschland ist größer als die chinesische, und auch immer mehr deutsche Studierende verbringen Teile ihrer Studienzeit in China. Und doch verstreicht die einmalige Chance, kreative junge Köpfe zusammenzubringen und hieraus neue Ideen in politischen, wirtschaftlichen oder kulturellen Feldern entstehen zu lassen, zu häufig ungenutzt. Genau diesem Mangel möchte das Studentenforum im Tönissteiner Kreis mit seinem Deutsch-Chinesischen Essaywettbewerb begegnen.
Schirmherr Johannes Pflug: „Dieser bereits zum zweiten Mal stattfindende Essaywettbewerb ist ein weiterer Schritt zu einem besseren Austausch von jungen Menschen aus Deutschland und China und kann mithelfen, die Harmonie in den deutsch-chinesischen Beziehungen langfristig vertrauensvoll zu gestalten.“
Weitere Informationen zum Essaywettbewerb finden sich unter: www.studentendialog.de

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Deutsch-Chinesischer Studentendialog 2009

Dezember20

China ist ein Land, das man nicht einfach so verarbeitet. Oft wird mir erst nach langen Gesprächen – entweder mit Leuten, die etwas Ähnliches erlebt haben, oder mit Chinesen selbst – klar, wie eine bestimmte Situation zu interpretieren ist. Und gerade für die großen Fragen scheint bei solchen Diskussionen nie genug Zeit zu bleiben. Umso besser, dass das Studentenforum im Tönissteiner Kreis in diesem Jahr wieder einen Deutsch-Chinesischen Studentendialog veranstaltet hatte, bei dem interessierte Studenten beider Länder Gelegenheit hatten, untereinander und mit Experten über die Beziehungen zwischen China und dem Rest der Welt zu diskutieren, philosophieren und prognostizieren.

Drei Tage, zwei Nächte kamen je 15 deutsche und chinesische Studenten sowie die Preisträger des Essaywettbewerbs in Berlin zusammen  – keine lange Zeit und dementsprechend dicht war auch das Programm. Am ersten Tag überwog das Zuhören; die Organisatoren hatten führende China-Gelehrte wie Prof. Sandschneider vom OSI und Prof. Heberer sowie Politiker (MEP Bütikofer, MdB Pflug) als Sprecher gewinnen können und jeder präsentierte seine ganz persönliche Sicht auf das “harmonische China”. In der abschließenden Podiusmdiskussion wurden viele Fragen aufgeworfen, die dann am nächsten Tag in Studentengruppen weiter aufgearbeitert wurden. Ausgehend von den Gewinner-Essays, die sich, von je zwei deutschen und zwei chinesischen Studenten geschrieben, mit dem Begriff der Harmonie in Deutschland und in China auseinandersetzten, wurde in Kleingruppen über verschiedene Themen wie Streitkultur, Land-Stadt-Gefälle und das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft diskutiert. Da die Teilnehmer aus den unterschiedlichsten Fachbereichen kamen, waren die Gesprächsrunden überaus abwechslungsreich und stellten für mich den Höhepunkt des Programms dar. Der Vormittag verging viel zu schnell … nachmittags stand da nur noch ein wenig Sightseeing in Form eines Besuchs im Bundestag auf dem Programm. Am Sonntag ging es schließlich um den Aufbau eines dauerhaften Netzwerks zwischen den diesjährigen und auch zukünftigen Teilnehmern. Auch wenn man sagen muss, dass sich daraus wenig Verbindliches ergeben hat (Homepage steht zwar, hat aber nur wenig Aktivität), hat sich das Wochenende trotzdem mehr als gelohnt!

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