Daily China

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江北好人 – Gute Menschen aus Nord-Jiangsu

September24

Mit einiger Verwunderung habe ich festgestellt, dass ich in diesem Blog noch nie etwas über chinesische Filme geschrieben habe! Mit diesem Post soll sich das ändern :-) .

Momentan bin ich in Paris und wie der Zufall so will, findet zur Zeit hier das chinesische Filmfest statt. Für den interessanten Film, das neueste Werk von Chen Kaige über den Operndarseller Mei Lanfang, werde ich leider nicht mehr hier sein, aber zum Glück gibt es auch sonst einiges zu sehen.

So war ich gestern in “江北好人 – Gute Menschen aus Nord-Jiangsu”. Ehrlich gesagt hatte ich den Film mehr aus zeitlichen Gründen gewählt, als dass ich für ihn so großes Interesse gehabt hätte. Die Geschichte klang aber nett und einfach mal wieder ein bisschen Chinesisch hören ist ja auch nicht schlecht. Umso angenehmer überrascht war ich, dass ich den Film wirklich gut fand!

Es geht um eine Bäuerin, deren Baby schwer krank ist und deswegen in der nächstgrößeren Stadt behandelt werden muss. Ein freundlicher Taxifahrer bringt sie umsonst dorthin, aber einmal angekommen, stellt sie fest, dass ihr Geld – 10000 Yuan, die das Dorf für sie gesammelt hat – verschwunden ist. Es folgen jede Menge falscher Anschuldigungen, gute Taten und (ich verrat’s euch, denn ihr werdet den Film wahrscheinlich eh’ nie sehen) ein Happy End – denn eigentlich sind sie doch alle echt anständige Menschen.

Das klingt nach jeder Menge Kitsch, war aber tatsächlich nur rührend. Und zwar, weil die Schauspieler absolut überzeugend waren! Der ganze Film war so natürlich und ungekünstelt, dass man das Gefühl hatte, einfach eine Straßenszene in Yangzhou zu beobachten und nicht etwa im Kino zu sitzen. Meiner Meinung nach hätte nicht nur die Hauptdarstellerin Ma Liyi (Filmfest von Changchun 2008) einen Preis für ihre schauspielerische Leistung verdient.

Jetzt habe ich aber echt Heimweh nach China bekommen …

江北好人 – [Festival du Cinéma Chinois de Paris].

Olympia 2008, die Expo 2010 … bei mir hat aber alles schon viel früher angefangen. Ich habe in der Schule Chinesisch gelernt, weil ich mal etwas Anderes machen wollte und weil ich Asien schon immer interessant fand. Sehr schnell wurde ich sehr sinophil und nach meinem ersten Sprachkurs in Shanghai im Sommer 2004 war mir klar, dass ich zurück will in dieses faszinierende Land – dann aber für länger. 2006 ging mein Traum dann in Erfüllung – für zwei Semester habe ich an der Universität Nanjing Chinesisch studiert, Erhu gelernt, chinesische Freunde gefunden, mich manchmal über den Alltag aufgeregt und bin natürlich im ganzen Land unterwegs gewesen. Meine Erfahrungen – vom Bewerbungsprozess für das China-Programm der Studienstiftung bis hin zu Reiseberichten – habe ich hier (wenn auch nicht immer regelmäßig) niedergeschrieben. Aber damit endet die Geschichte nicht: letztes Jahr war ich während der olympischen Spiele wieder in China und von März bis Mai diesen Jahres habe ich ein zweimonatiges Laborpraktikum in Peking gemacht. Und von 2010 bis 2011 habe ich im eisigkalten Harbin studiert.

Die meisten meiner Kategorien sind selbsterklärend, hier ein paar Hinweise für die übrigen:

Wenn ihr irgendwelche Fragen oder Anmerkungen habt, einfach kommentieren! Ich antworte bestimmt :-) .


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