Daily China

Alles rund ums Reich der Mitte

到上海了!

September10

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Flugzeugwerbung – sehr passend

China und ich haben einfach Yuanfen – will heißen, das Schicksal führt uns immer wieder zusammen. Diesmal ist mein lieber Laogong (ch. für Ehemann) dafür verantwortlich, der hier in Songjiang, einer Vorstadt etwa 50km vom Stadtzentrum von Shanghai, ein Jobtraining hat. Und ich darf ihm für vier Wochen Gesellschaft leisten.

Wer Songjiang googelt, wird herausfinden, dass es 1,5 Mio. Einwohner hat und die kulturelle Wiege Shanghais ist. Von letzterem ist heute jedoch wenig zu spüren. Songjiang ist eine typische Trabantenstadt, mit sechspurigen Straßen, die (noch) von wenig Autos befahren werden, großen Supermärkten, riesigen Wohnsiedlungen und wenig Leben auf der Straße. Touristisch also alles andere als attraktiv; immerhin wohnen wir nur zwei Haltestellen von der U-Bahn entfernt, die einen in etwa 1h (und für nur 1€) nach Shanghai bringt.

Wir wohnen in einer umzäunten Hochhaussiedlung mit Wachmann am Tor (das ist Standard bei allen Siedlungen hier); es gibt etwa 60 Hochhäuser mit 18 Stockwerken, also wohnen hier wahrscheinlich rund 15000 Menschen, fast so viel wie in unserem Vorort bei München Zwinkerndes Smiley. Chinesische Verhältnisse eben.

Unsere Wohnung ist nicht schlecht, besser als andere, in denen wir schon gelebt haben: relativ neu, 50 Quadratmeter mit Küche, Bad, Schlaf- und Wohnzimmer sowie zwei Balkonen. Wobei Chinesen von Balkonen eine etwas andere Vorstellung als in der westlichen Welt haben: hier sind das im Prinzip spärlich isolierte Räume mit zur Hälfte aufschiebbaren Fenstern, die als zusätzliches Zimmer oder Waschküche genutzt werden. Auf dem kleineren unserer Balkone steht die Waschmaschine, der andere ist sogar mit zwei kurbelbaren Wäschestangen ausgestattet, wie praktisch. Damit ihr euch das etwas besser vorstellen könnt, gibt es gleichmal ein paar Bilder:

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Obwohl angeblich eine Putzfrau hier war, haben wir die Dinge nochmal selbst in die Hand genommen und jetzt kann man wenigstens barfuß herumlaufen, ohne schwarze Füße zu bekommen Zwinkerndes Smiley

Und hier auch noch die nähere Umgebung:

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Wie man sieht, hat man sich bemüht, das Gelände zwischen den Hochhäusern hübsch zu gestalten, mit Spielplätzen, einem künstlichen Teich und etwas Grün. Das führt dazu, dass hier viele Katzen wohnen – zur Freude der Bewohner, von denen viele jeden Abend runterkommen, um sie zu füttern. Auf diese Weise habe ich auch schon Kontakt mit einigen Nachbarn geknüpft. Überhaupt herrscht hier, untypisch für China, eine sehr nachbarliche Atmosphäre, was wahrscheinlich auch daran liegt, dass man sich jeden Tag bei abendlichen Spaziergängen im Schlafanzug begegnet Zwinkerndes Smiley.

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Olympia 2008, die Expo 2010 … bei mir hat aber alles schon viel früher angefangen. Ich habe in der Schule Chinesisch gelernt, weil ich mal etwas Anderes machen wollte und weil ich Asien schon immer interessant fand. Sehr schnell wurde ich sehr sinophil und nach meinem ersten Sprachkurs in Shanghai im Sommer 2004 war mir klar, dass ich zurück will in dieses faszinierende Land – dann aber für länger. 2006 ging mein Traum dann in Erfüllung – für zwei Semester habe ich an der Universität Nanjing Chinesisch studiert, Erhu gelernt, chinesische Freunde gefunden, mich manchmal über den Alltag aufgeregt und bin natürlich im ganzen Land unterwegs gewesen. Meine Erfahrungen – vom Bewerbungsprozess für das China-Programm der Studienstiftung bis hin zu Reiseberichten – habe ich hier (wenn auch nicht immer regelmäßig) niedergeschrieben. Aber damit endet die Geschichte nicht: letztes Jahr war ich während der olympischen Spiele wieder in China und von März bis Mai diesen Jahres habe ich ein zweimonatiges Laborpraktikum in Peking gemacht. Und von 2010 bis 2011 habe ich im eisigkalten Harbin studiert.

Die meisten meiner Kategorien sind selbsterklärend, hier ein paar Hinweise für die übrigen:

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