Daily China

Alles rund ums Reich der Mitte

回来了! Wieder da!

September19
Ich bin wieder da. Und China ist einfach genau wie immer.
Meine Reise war, selbstverschuldet ;-) , nicht ganz ohne Zwischenfälle. Ich war rechtzeitig in Frankfurt am Flughafen und auch meine 35 kg (!) waren kein Problem. Als ich dann schon im Duty Free-Bereich war (der hier vor dem Sicherheitscheck kommt), fiel mir 1,5 h vor Abflug auf, dass ich aus Gewichtsgründen die Tüte mit allen größeren Beauty-Produkten wie Bodylotion, Haarschaum etc. in mein Handgepäck getan hatte. Und das sind nun mal Dinge, die man in China nicht so ohne Weiteres bekommt. Also ich durch die Gepäckausgabe und den Ausgang zurück zum Check In-Schalter, mein gesamtes Handgepäck umgepackt (K’s Wäschebeutel hat sich auf dieser Reise gleich mehrfach bewährt) und die Tüte in meinem Rucksack als drittes Gepäckstück aufgegeben. So weit, so gut. Der Flug von Frankfurt nach Shanghai war okay, das Personal wirklich freundlich (kein Vergleich zu Rossiya/Aeroflot!!), das Essen auch okay. Die Frau, die eigentlich neben mir saß, habe ich aus irgendwelchen Gründen auf die andere Seite des Gangs vertrieben – so hätte ich eigentlich genug Platz zum Schlafen gehabt. Nur leider führt die chinesische Regierung wohl gerade ein Programm durch, mit der junge Familien der Heimat zugeführt werden sollen – wie sonst lässt es sich erklären, dass auf meinem Flug mind. 10 Babies/Kleinkinder waren, die natürlich nie gleichzeitig schliefen?
Das Prozedere in Shanghai war relativ undurchsichtig, die “Transfer”-Hall  nur eine Ansammlung von Bänken neben den Gepäckausgabe-Bändern, wo ich mich doch erstmal ausruhen sollte. Irgendwann kam mir das doch merkwürdig vor, also fragte ich bei jemand anders nach, woraufhin ich komplett in den Außenbereich gelassen wurde und mir dann nochmal meinen Weg zum Gate suchen konnte, neuerliche Passkontrolle, Sicherheitscheck und spezieller Massenbombencheck inklusive. Als ich endlich am Gate war, überlegte ich so vor mich hin, dass ich jetzt nur noch mein Gepäck in Harbin holen müsse … hoffentlich käme der Rucksack auch … Moment, hatte der Typ mit dem Rucksack überhaupt gewusst, dass ich nach Harbin wollte?? Hatte er natürlich nicht – auf meiner dritten Gepäckmarke stand als Bestimmungsort klar und deutlich Shanghai Pudong. Was bedeutete, dass mein Rucksack zwei Stockwerke unter mir wahrscheinlich gerade ein paar einsame Runden drehte. Die Frau von China Eastern am Gate war recht hilfsbereit und telefonierte für mich so lange, bis feststand, dass mein Rucksack mit einer der nächsten Maschinen nachgeliefert werden würde. Einigermaßen beruhigt stieg ich so in den Flug nach Harbin (als eine von zwei Ausländern – so gefällt mir das doch), der so wenig ausgebucht war, dass ich es mir ganz hinten auf einer kompletten Dreierreihe bequem machte und den ganzen Flug verschlief.
Momentan sitze ich also in Harbin am Flughafen mit all meinem übrigen Gepäck und warte, bis in zwei Stunden hoffentlich mein Rucksack kommt. Mittlerweile habe ich schon zu Mittag gegessen und Geld gewechselt; leider gibt es hier keine Stände, wo man SIM-Karten kaufen kann, aber das werde ich heute nachmittag erledigen.
Und China ist wie immer … es hat diesen eigenen Geruch, der von den Leuten kommt und der mich immer in Fernweh versetzt, wenn ich in Deutschland einer chinesischen Reisegruppe begegne. Es ist laut. Die Leute sind größtenteils freundlich (und definitiv unterbeschäftigt). Ein Kind ist umgefallen, als es mich gesehen hat. Hocktoiletten ohne Klopapier. Überall heißes Wasser. Erstaunlicherweise hat sich noch niemand gewundert, dass ich Chinesisch spreche. Es wird hingenommen, man versteht mich, nur die Frau an der Kasse hat mir zur Sicherheit nochmal den Betrag auf dem Taschenrechner gezeigt. Insgesamt denke ich, dass das ein gutes Zeichen ist – ist mir lieber, als für eine Russin gehalten zu werden ^^.
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Olympia 2008, die Expo 2010 … bei mir hat aber alles schon viel früher angefangen. Ich habe in der Schule Chinesisch gelernt, weil ich mal etwas Anderes machen wollte und weil ich Asien schon immer interessant fand. Sehr schnell wurde ich sehr sinophil und nach meinem ersten Sprachkurs in Shanghai im Sommer 2004 war mir klar, dass ich zurück will in dieses faszinierende Land – dann aber für länger. 2006 ging mein Traum dann in Erfüllung – für zwei Semester habe ich an der Universität Nanjing Chinesisch studiert, Erhu gelernt, chinesische Freunde gefunden, mich manchmal über den Alltag aufgeregt und bin natürlich im ganzen Land unterwegs gewesen. Meine Erfahrungen – vom Bewerbungsprozess für das China-Programm der Studienstiftung bis hin zu Reiseberichten – habe ich hier (wenn auch nicht immer regelmäßig) niedergeschrieben. Aber damit endet die Geschichte nicht: letztes Jahr war ich während der olympischen Spiele wieder in China und von März bis Mai diesen Jahres habe ich ein zweimonatiges Laborpraktikum in Peking gemacht. Und von 2010 bis 2011 habe ich im eisigkalten Harbin studiert.

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