Deutsch-Chinesischer Studentendialog 2009
China ist ein Land, das man nicht einfach so verarbeitet. Oft wird mir erst nach langen Gesprächen – entweder mit Leuten, die etwas Ähnliches erlebt haben, oder mit Chinesen selbst – klar, wie eine bestimmte Situation zu interpretieren ist. Und gerade für die großen Fragen scheint bei solchen Diskussionen nie genug Zeit zu bleiben. Umso besser, dass das Studentenforum im Tönissteiner Kreis in diesem Jahr wieder einen Deutsch-Chinesischen Studentendialog veranstaltet hatte, bei dem interessierte Studenten beider Länder Gelegenheit hatten, untereinander und mit Experten über die Beziehungen zwischen China und dem Rest der Welt zu diskutieren, philosophieren und prognostizieren.
Drei Tage, zwei Nächte kamen je 15 deutsche und chinesische Studenten sowie die Preisträger des Essaywettbewerbs in Berlin zusammen – keine lange Zeit und dementsprechend dicht war auch das Programm. Am ersten Tag überwog das Zuhören; die Organisatoren hatten führende China-Gelehrte wie Prof. Sandschneider vom OSI und Prof. Heberer sowie Politiker (MEP Bütikofer, MdB Pflug) als Sprecher gewinnen können und jeder präsentierte seine ganz persönliche Sicht auf das “harmonische China”. In der abschließenden Podiusmdiskussion wurden viele Fragen aufgeworfen, die dann am nächsten Tag in Studentengruppen weiter aufgearbeitert wurden. Ausgehend von den Gewinner-Essays, die sich, von je zwei deutschen und zwei chinesischen Studenten geschrieben, mit dem Begriff der Harmonie in Deutschland und in China auseinandersetzten, wurde in Kleingruppen über verschiedene Themen wie Streitkultur, Land-Stadt-Gefälle und das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft diskutiert. Da die Teilnehmer aus den unterschiedlichsten Fachbereichen kamen, waren die Gesprächsrunden überaus abwechslungsreich und stellten für mich den Höhepunkt des Programms dar. Der Vormittag verging viel zu schnell … nachmittags stand da nur noch ein wenig Sightseeing in Form eines Besuchs im Bundestag auf dem Programm. Am Sonntag ging es schließlich um den Aufbau eines dauerhaften Netzwerks zwischen den diesjährigen und auch zukünftigen Teilnehmern. Auch wenn man sagen muss, dass sich daraus wenig Verbindliches ergeben hat (Homepage steht zwar, hat aber nur wenig Aktivität), hat sich das Wochenende trotzdem mehr als gelohnt!

Hallo! ich bin Germanistikstudentin und wohne in Beijing. Freut mich, Sie kennen zu lernen.
Hallo Qu Tianqi!
Freut mich auch, dich kennenzulernen
. Du sprichst aber schon gut Deutsch!
Danke. Fröhliche Weihnachten!
Ich habe schon seit zweieinhalb Jahren an der Universität für Sprachen und Kultur Beijing Deutsch gelernt. Nun möchte ich etwas von Deutschland und Deutschen wissen. Also, mein Name, auf Chinesisch: 曲天奇 (QuTianqi). Ich habe doch noch keinen deutschen Namen, hast du vielleicht eine tolle Idee?
Schöne Schilderung… deckt sich mit meinen Erinnerungen
) Na immerhin konnte man da nette China-Blogger kennenlernen *g* da war es die Veranstaltung doch wert!
[...] ihr ja bereits einem früheren Artikel entnehmen konntet, war ich letztes Jahr beim Abschlusssymposium des Deutsch-Chinesischen [...]