CR nun auch in der VRC
Die NY Times schreibt heute, dass in China Corporate Responsability immer wichtiger wird und auch in der Öffentlichkeit Beachtung findet. So war die Spendensumme im letzten Jahr dreimal so hoch wie die Jahre zuvor. Dieser Trend ist vor allem auf das Erdbeben in Sichuan 2008 zurückzuführen, bei dem im Internet Listen mit den geizigsten Unternehmen (sog. Eiserne Hähne) kursierten. Allerdings ist das nicht der einzige Grund für den Sinneswandel:
Das Erdbeben wurde von zwei anderen Entwicklungen begleitet, sagt Alan Vandor Molen, Präsident des Asien-Pazifik-Geschäfts von Edelman, einer PR Firma. Die eine war ein Mandat von 2007, das Unternehmen, die an der Börse von Shanghai oder Shenzhen gelistet sind, verpflichtet, jedes Jahr einen Bericht über ihre Corporate Responsability herauszugeben. Die zweite war die Politik der “Harmonischen Gesellschaft” der Regierung.
Um ihren Ruf zu verbessern, spenden viele Firmen nun für wohltätige Zwecke, wobei ihnen dafür drei Möglichkeiten zur Verfügung stehen: Organisationen der Regierung, genehmigte NGOs oder lokale Grassroot-Aktionen. Aus Mangel an Alternativen haben einige Unternehmer auch beschlossen, eigene Stiftungen zu gründen, was aber bisher noch auf rechtliche Schwierigkeiten stößt.
Da hat VW ja gute Chancen: bei einem Vortrag zu ihrem China-Geschäft, den ich kürzlich besucht habe, hieß es nämlich, dass sie darauf auch in China großen Wert legen würden, und ich dachte mir noch, dass das etwas ist, was in der VR eher weniger eine Rolle spielt – so kann man sich täuschen.
Auf CNReviews gibt es nun ebenfalls einen Artikel zu diesem Thema:
http://feedproxy.google.com/~r/CnReviews/~3/-RVlVLaLC-s/grameen-china-alibaba_20090925.html