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China in Afrika – Hilfe für andere und für sich

September22

In diesem Artikel aus der NY Times geht es, ausgehend von Korruptionsvorwürfen Namibias in einem Deal mit Cargo-Scannern, allgemein um die undurchsichtige Praxis bei Auslandshilfen der chinesischen Regierung. Solche Hilfeleistungen laufen meist so ab, dass die chinesische Seite ein sehr günstiges Darlehen vergibt, mit dem dann aber auch bitte Produkte von chinesischen Firmen gekauft werden sollen. Preisvergleich und genauere Nachfragen über die Konditionen des Vertrags verbittet man sich, Bestechungen ausländischer Beamte durch chinesische Firmen, die das große Geschäft wittern, sind anscheinend an der Tagesordnung.

Von offizieller Seite heißt es dann natürlich, dass sich die eigenen Firmen noch im Aufbau befinden und besonderen Schutzes bedürfen. Und man muss sich auch darüber im Klaren sein, dass westliche Hilfegelder vor 30 Jahren noch auf ähnliche Weise flossen. Braucht China also einfach noch ein bisschen mehr Zeit, bevor wir die selben Standards erwarten dürfen? Andererseits scheint sich China in diesem Bereich besonders quer zu stellen. David Shambaugh von der George Washington University stellt fest:

Wir wissen mehr über China’s militärische Aktionen als über seine Auslandshilfen. [...] Auslandhilfen stehen im krassen Kontrast zum allgemeinen Trend, dass China sich an internationale Standards anpasst. Es ist so undurchsichtig, dass man sich wirklich fragt, was sie denn zu verbergen versuchen.

Ob es sinnvoll ist, die Vergabe von Geldern nach westlichem Modell an politische Reformen zu knüpfen, kann man sicher diskutieren. Wenn aber der Sohn von Präsident Hu Jintao in der Firma mitwirkt, die von solchen Auslandshilfen und deren Konditionen begünstigt wird, dann hat das nichts mehr mit einer anderen Entwicklungsstufe zu tun.

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2 Comments to

“China in Afrika – Hilfe für andere und für sich”

  1. On September 22nd, 2009 at 15:13 Markus Klems Says:

    Nun ja, das klingt ja fast so, als ob Auslandinvestitionen anderer Laender hoch-transparente Transaktionen waeren. Es sei bloss erinnert an die Enthuellungen des “Economic Hitman” John Perkins: http://www.youtube.com/watch?v=yTbdnNgqfs8

    Deutschland ist da auch nicht gerade ein Musterlaendle: Panzer an die Tuerkei, Atomanlagen an den Iran, Gelddruckmaschinen an Simbabwe…

    Ein jeder kehr vor seinem Tor, da hat er Dreck genug davor ;-P

  2. On September 22nd, 2009 at 18:39 admin Says:

    Ich würde nie behaupten, dass westliches Engagement in dieser Hinsicht lupenrein ist. Aber so ein offensichtlichen Interessenkonflikt ist doch einfach nur noch peinlich …

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