Chinesisch-Vokabeln und ihre Tücken
I ch muss sagen, dass ich ja nun schon einige Sprachen ausprobiert habe, aber in keiner davon gibt es so viele Möglichkeiten, die Vokabeln zu lernen, wie im Chinesischen. In meinen Chinesisch-Kursen an der Uni und in der Schule war ich z.B. die einzige, die Karteikarten benutzt hat, wohingegen in Trier Karteikarten zu äußerst begehrten Artikeln wurden (kleiner Tipp am Rande: der Schreibwarenladen auf dem Unigelände bietet wirklich eine hervorragende Auswahl).
Aber natürlich gibt es auch hier wieder 1000 Varianten: von DIN A9 (selbsthergestellt) bis zu DIN A6 gefaltet und ungefaltet war jede Größe und natürlich auch Farbe vertreten. Am interessantesten ist natürlich, was man anschließend mit den Kärtchen anstellt: die einen lernen die Vokabeln in Gruppen von jeweils 5 Stück mit aufsteigendem Schwierigkeitsgrad und zwar so lange, bis sie sie wirklich beherrschen, manche wiederholen einfach den ganzen Stapel mehrmals. Die einen schreiben die Zeichen dabei auf, die anderen überlegen sich nur die Strichreihenfolge. Manche lernen Chinesisch –> Deutsch, manche Deutsch –> Chinesich und ich persönlich wechsle zwischen Deutsch, Pinyin und Zeichen. Auch nach dem Lernen haben die Karteikarten verschiedene Schicksale: während die einen die Vokabeln, die sie schon beherrschen, einfach wegpacken oder vielleicht alphabetisch in einen Karteikasten sortieren, werden sie bei anderen liebevoll durchnummeriert. Und ich habe mir ein überaus kompliziertes Wiederholunsgssystem ausgedacht, das hier zu erklären den Rahmen sprengen würde, von dessen Effektivität ich jedoch immer noch nicht ganz überzeugt bin . Ich hoffe ja nur, dass es in China auch Karteikarten zu kaufen gibt.
Fest steht, dass viele Wege nach Rom führen. Es würde mich mal interessieren, wie ihr das Problem gelöst habt … unter den ersten zehn Kommentaren verlose ich – natürlich ein Päckchen Karteikarten.

