Daily China

Alles rund ums Reich der Mitte

BeijingHack – Panjiayuan

März30

Gestern war nach dem ganzen Ärger mit dem Visum zur Abwechslung etwas Sightseeing angesagt. Wenn man es so nennen will. Ich würde den Panjiayuan, den größten Antik-Flohmarkt Pekings, jedenfalls als Sehenswürdigkeit bezeichnen.

So habe ich mich also trotz bitterster Kälte (zwischendrin hat es sogar ein bisschen geschneit!) auf den Weg in den Südosten der Stadt gemacht. Den genauen Weg kannte ich nicht, also bin ich einfach an der Haltestelle, die auf der Karte am nächsten aussah – und siehe da, gleich jede Menge Ausländer, denen man nachlaufen konnte *g*. Damit ihr euch nicht wie ein drittklassiger Detektiv vorkommen müsst, hier eine Beschreibung (wirklich sehr leicht zu finden): an der Haltestelle Jinsong auf der Linie 10 aussteigen, bei Ausgang D rausgehen. Dann einfach die Straße nach Süden (von der Treppe geradeaus weiter) laufen und nach etwa 7min recht ins in die Panjiayuan-Straße einbiegen. Das Gebiet hinter der Mauer gegenüber ist dann schon der Markt; der Haupteingang ist von der Kreuzung noch etwa drei Minuten.

Um euch mal einen Überblick darüber zu verschaffen, was man da so alles kaufen kann, habe ich ganz viele Fotos gemacht:

Was mich überrascht hat, war, dass die Verkäufer total relaxt, fast schon desinteressiert waren – trotz zahlreicher Ausländer. Während man auf den Fakemarkets und auch in chinesischen Kaufhäusern ja schon beim Vorbeilaufen angequatscht wird, kamen die Verkäufer hier selbst dann eher zögerlich, wenn man sich offensichtlich für eine Sache interessiert hat. Auch die Verhandlungen wollten nicht recht anspringen, weil ich den Preis zu hoch fand, sie aber auch nicht wirklich Anstalten gemacht haben, sofort runterzugehen, wie es Verkäufer sonst machen, wenn sie mit einem astronomischen Gebot anfangen. Andererseits sagt der Lonely Planet, dass das 10fache als Startpreis normal ist und man hart handeln muss. Aber ich kann solche Sachen nun mal gar nicht einschätzen … also habe ich letztendlich nur einen Kalligraphie-Pinsel mit Reservoir gekauft (der funktioniert wie ein Füller, echt praktisch!).

Naja, auf den Fakemarkets ging es mir am Anfang auch so. Übung macht bekanntlich den Meister, also muss ich einfach wieder hin – und auf die eine oder andere Vase oder ein bisschen Geschirr hätte ich schon Lust. Bleibt nur die Frage, wie ich es heil nach Deutschland bringen soll …

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