BeijingHack – Der Hauptbahnhof
Wenn man länger in einer Stadt lebt, lernt man ihre verstecken, praktischen Seiten kennen, die sich nicht im Reiseführer finden – in China zum Beispiel, welche Supermärkte Kellog’s führen oder wo man eine gute Tuina (=Massage) ohne Nebeneffekte bekommt. In der Kategorie “BeijingHack” werde ich also mit euch teilen, was ich der Hauptstadt nach und nach abringe.
Thema heute: der Bahnhof. Eins vorneweg: es gibt vier Bahnhöfe in Peking. Das Vertrackte ist, dass einem jeder Bahnhof auch Tickets für Züge verkauft, die von anderen Bahnhöfen abfahren. Ein sehr genauer Blick aufs Ticket und vor allem auf das Wort hinter “Beijing” ist also angeraten. “Beijing Xi” bezeichnet z.B. den Westbahnhof, von dem u.a. die Züge nach Xian fahren. Die Ticketschalter am Bahnhof sind die ganze Nacht geöffnet; ganz rechts am Bahnhofsplatz ist die Halle, wo man Tickets zurückgeben kann (退票. Eine kleine Gebühr wird zwar erhoben, aber man kann auch noch kurz vor Abfahrt zurückgeben (wenn man z.B. feststellt, dass der geplante Zug von einem der anderen Bahnhöfe abfährt *gg*).
Rechts vom Bahnhofsgebäude sind die verschiedenen Gepäckaufbewahrungen. 10 Yuan für einen kleinen Koffer sind angemessen, wie ich finde. Mir ist da noch nie etwas abhanden gekommen, aber Kamera, Handy und Geldbeutel nimmt man besser mit.
Gegenüber vom Bahnhof gibt es eine Post und das Tolle ist, dass die auch 24h am Tag geöffnet hat. Das Verschicken von Paketen ist von dort aus problemlos möglich. Die Bank gleich daneben akzeptiert auch Visa-Karten am Geldautomaten (die Postbank nicht).
Meine besondere Entdeckung ist der Dicos links vom Haupteingang. Dicos ist quasi der chinesische McD und oft in mittelgroßen Städten zu finden, wo die Konkurrenz noch schläft. Das Essen ist echt okay, sehr empfehlenswert sind die Süßkartoffelecken (红薯角). Bei der Filiale am Pekinger Bahnhof empfiehlt sich der erste Stock als Wartehalle – wenig los, bequeme Sofas und sogar Steckdosen sind dem Gedränge in den Wartenhallen im Bahnhof allemal vorzuziehen.
