Computertools – Zhongwen Development Tool
Keine Sprache schreit wohl so sehr nach Computer-Wörterbüchern wie Chinesisch … wer das selbe Zeichen schon vier oder fünf Mal vor sich hingemalt hat, weil er sich entweder bei der Strichzahl verzählt hat und den Anfangsstrich einfach nicht finden konnte, weiß, wovon ich rede. Deswegen werde ich ab heute ein paar nützliche und vor allem kostenfreie Computertools vorstellen.
Fangen wir mit dem Zhongwen Development Tool, kurz zdt, an. Hinter diesem recht klobigen Namen verbirgt sich ein Java-basiertes Open-Source-Programm, das Wörterbuch, Vokabeltrainer und noch so einiges mehr in sich vereint. Da es auf Java basiert, ist es Plattform-unabhängig und kann auch unter Linux und Mac OS benutzt werden. In einem Programm hat man so ein Wörterbuch (standardmäßig mit Cedict, HanDeDict lässt sich aber per Plugin leicht nachrüsten), aus dem man Einträge als Vokabelkarten in den eingebauten Vokabeltrainer per Drag&Drop übernehmen kann – sehr praktisch, wenn man im Unterricht schnell eine Vokabel speichern möchte. Weiterhin bietet zdt einen Webbrowser und einen Annotator, mit man Zeichen schnell und einfach in Pinyin umwandeln kann.
Im Idealfall surft man also auf einer chinesischen Seite, kopiert den betreffenden Text in den Annotator und kriegt da auch gleich eine Mouse-Under-Übersetzung. Eigentlich alles da. Nachteil: die recht lange Ladezeit und dass es manchmal nicht astrein funktioniert (das Wörterbuch ging ein paar Mal nicht mehr, was nur durch Neuinstallation zu beheben war). Vorteil: es ist offline, d.h. man hat immer mehrere Wörterbücher verfügbar.
PS: Mit zdt erstellte Vokabellisten lassen sich übrigens auch in Anki importieren, allerdings muss man mit dem Pinyin etwas rumspielen, wenn man mehr als Zahlen haben will.


[...] kurzem habe ich schon über Anki und zdt berichtet, heute folgt ein weiteres Tool, das einem das Chinesch-Lernen am Computer erleichtern [...]