Kunming, Yunnan

Da ich zumindest zu Beginn noch nicht zu den Fans von langen Zugfahrten zählte (wie und wann sich das änderte, werde ich euch auch noch erzählen), entschiednen wir uns für die Flugvariante. Insgesamt dauerte der Flug vier Stunden, allerdings mit Aufenthalt in Changsha, eine der Wirkungsstätten Maos. Leider gab es im Souvenir-Shop trotzdem keine Büsten vom großen Vorsitzenden zu kaufen …
Kunming ist eine typisch chinesische Großstadt mit der üblichen Shoppingmeilen, einigen Tempeln und dem obligatiorischen Museum. Da man hier u.a. Visa für Vietnam, Laos und Thailand beantragen kann und Yunnan ohnehin eine Backpacker-Provinz ist, sieht man mehr Ausländer als in Nanjing und findet auch ohne Probleme westliche Restaurants. Auch der Carrefour ist empfehlenswert.
Wir verbrachten unsere Tage dort hauptsächlich mit organisatorischen Angelegenheiten: Geld wechseln – als Ausländer darf man keine Yuan in Dollar wechseln, sondern braucht Euros. Um Yuan wieder in Euro zu wechseln, braucht man einen Beleg für den Umtausch und muss zur selben Bank gehen, bei der man ursprünglich getauscht hatte (in meinem Fall die Bank of Communications). Aber um die Euros dann wieder in Dollar zu wechseln, muss man zur Bank of China und zwar zur Hauptfiliale. Und für das alles braucht man seinen Pass, den wir aber noch am selben Tag für die Beantragung des vietnamesischen Visums abgeben wollten -, Beantragung des Visums für Vietnam (das für Laos kriegt man an der Grenze), und dem vergeblichen Versuch, Malaria-Mittel zu besorgen.
Fazit: als Base Camp ist Kunming in jeder Hinsicht unersetzlich, als Stadt nicht erwähnenswert.

