Ka La OK – Karaoke auf Chinesisch
Wer schon einmal in Asien war, weiß, dass die Asiaten mehr verbindet als Konfuzianismus und Hello Kitty. Karaoke ist das Stichwort und wirkte in unserem Fall sogar als Völkerverständigung. Anlässlich Tobis Besuch hatte ich nämlich zum ersten Karaoke-Abend der Sprachschüler der Nanda eingeladen. Schon die Auswahl des KTV’s (so heißen die Karaoke-Etablissements) stellte sich als Abenteuer heraus. Denn KTV’s gibt es zwar an jeder Ecke, allerdings sind Ausstattung und Preis höchst unterschiedlich. Die Palette reicht vom schäbigen Hinterzimmer mit Merry Christmas-Beleuchtung bis zu noblen Räumen im 9. Stock mit eigener Bar. Ohne chinesischen Beistand in Form von Marcus Makler hätten wir das Preissystem wohl nicht durchschaut. Letztendlich fanden wir dann aber doch etwas Passendes und hatten nach kurzer Aufwärmphase erstaunlich viel Spaß. Landestypische Unterschiede ließen sich natürlich nicht vermeiden (so wurden die Koreaner ihrem Ruf mehr als gerecht und legten sofort mit „Baby one more time“ los, wohingegen die Deutschen erst zum Ende hin ihre Gesangskünste (dann aber richtig! Ich sage nur: „Jailhouse Rock“ auspackten), aber insgesamt war es ein sehr netter Abend, bei dem sich wohl alle gut amüsiert haben, und der dementsprechend auch wiederholt werden muss.
Für alle, die sich nicht vorstellen können, warum es Spaß machen soll, leicht angeheitert in einem dunklen Zimmer zu sitzen und mittelmäßigem Gesang zu lauschen – probiert es aus! Das Tröstliche ist, dass man sich beim Singen nicht selber hört
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